Solar Glass Trading
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Erfurter Modulhersteller setzt auf neue Technologie bei Hybrid

Solarmodule auf Häuserdächern zur Energiegewinnung - das ist fast schon Alltag geworden. Solarmodule als komplettes Autodach sind wohl eher eine Weltneuheit. Im Februar sollen sie in Serienreife auf den Markt kommen - und zwar von Erfurt aus.

Reinhard Wecker ist Geschäftsführer des Solarmodulherstellers Asola im Erfurter Südosten. Bereits 1987 hatte der studierte Elektrotechniker in Bamberg angefangen und spezielle Solarmodule entwickelt - aber nicht wie üblich flach bzw. plan, sondern gewölbt. Mithin gut geeignet für Autodächer.

Audi zeigte Interesse, wollte die Module zunächst in den A 8 einbauen, was ab 1994 in Serie auch geschah. Später folgten weitere Modelle und Hersteller wie VW. Allerdings liefern die Module keine Energie für die Autobatterie, wie man annehmen könnte. "Diese wäre in zwei, drei Stunden voll geladen", erklärt der Diplom-Ingenieur und spricht von Energieverschwendung. Vielmehr erzeugen die Module Strom für die Standbelüftung im Fahrzeug, wenn der Motor aus ist.

Einen riesigen Schub erhielt diese Technologie vor etwa zwei Jahren mit der verstärkten Entwicklung des Hybridautos, das neben dem normalen Verbrennungsmotor auf Kraftstoffbasis noch einen zweiten, zumeist elektrischen Antrieb nutzt. Mit dem neuen System von Asola, den sogenannten Ganzdach-Solarmodulen, können künftig die Batterien mit Sonnenenergie aufgeladen werden. Das spart viel Strom aus der Steckdose.

Als erstes Auto wurde der Sportflitzer aus den USA "Fisker Karma" damit ausgerüstet und im Juni der Welt auf der Intersolar in München vorgestellt. Auch zur internationalen Solarbranchen-Messe ab 6. September im spanischen Valencia wird das Erfurter Unternehmen das Auto präsentieren.

So eindrucksvoll wie die Technologie für die Autodächer klingt auch die Geschichte des Unternehmens, das erst vor neuneinhalb Jahren ein Thüringer wurde. Dazu macht sich eine kurze Rückblende auf das Bamberger Ingenieurbüro von Reinhard Wecker erforderlich. Dieses wurde in den 90ern von einem namhaften Schiebedachhersteller aus München übernommen. "Dort war ich bis zum Jahr 2000", erinnert sich Reinhard Wecker, "aber ich hatte schon lange die Idee, mich selbstständig zu machen."


01.09.2010, asola - Advanced and Automotive Solar Systems GmbH

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